Okt 14 2011

Das Zuhause als Altersvorsorge

In Anbetracht der recht schwankenden Sicherheiten auf dem Finanzmarkt entschließen sich immer mehr Menschen, ihre Altersvorsorge durch eine eigene Immobilie abzusichern. So besitzen nun schon fast 40% der Deutschen ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung die sie entweder selbst nutzen oder durch deren Mieteinnahmen sie ihr Einkommen erhöhen.
Durch den Bau oder den Kauf einer Immobilie nimmt man in jungen Jahren zunächst eine hohe finanzielle Belastung in Kauf, weshalb eine gut durchdachte Baufinanzierung das A und O einer erfolgreichen Wohneigentums-Altersvorsorge ist. Doch mit der Aussicht auf mietfreies Wohnen im Alter, an von Finanzkrisen unabhängige Werterhaltung und die individuelle Gestaltung der Lebensräume scheint eine höhere monatliche finanzielle Belastung durchaus sinnvoll. Solange keine unvorhersehbaren Ereignisse wie Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Scheidung die Zahlungsfähigkeit gegenüber den Kreditgebern nicht beeinträchtigen, scheint dem Glück im Alter nichts entgegenzustehen.
Bedacht werden sollte allerdings, dass in bestimmten Abständen gewisse Instandhaltungsmaßnahmen nötig sind, um den Wert einer Immobilie zu erhalten. Auch ein Blick in die Zukunft in Bezug auf die Größe und Ausstattung des Hauses, der Wohnung oder des Grundstückes schützt vor späteren Sorgen. Eine Wohnung im Dachgeschoss ohne Fahrstuhl mag in jungen Jahren ein interessantes Objekt sein, doch im Alter kann es zur Last werden, selbst wenn jedes Fenster mit einem modernen Dachfensterrollo und die Küche mit den neuesten Geräten ausgestattet ist.
Natürlich gibt es dann immer auch die Möglichkeit, die Immobilie zu vermieten und durch die Mieteinnahmen die Rente ein wenig aufzubessern. Doch gerade als Vermieter hat man zahlreiche Verpflichtungen, was die Instandhaltung der Wohnung bzw. des Hauses betrifft. Nicht jeder Mieter ist auch dazu geeignet, zum Werterhalt einer Immobilie beizutragen. Wen man bei jedem Mieterwechsel eine neue Balkonbespannung, neue Tapeten, Fußböden und Türen einbauen muss, reicht das Guthaben aus den Mieteinnahmen selten aus. Deshalb ist es besser, von Anfang in eine Immobilie zu investieren, die man im Alter auch selbst bewohnen kann.